Die blaue Umweltplakette in Deutschland
Das Konzept der blauen Plakette sollte die Konzentration von Stickoxiden (NOx) senken und die Luftqualität in Städten verbessern, indem älteren Dieselfahrzeugen die Einfahrt beschränkt wird.
Die Einführung der blauen Umweltplakette wurde von der deutschen Bundesregierung abgelehnt und trat daher nie in Kraft.
Wer hätte die blaue Plakette erhalten?
Benzinfahrzeuge, die die Voraussetzungen für die grüne Plakette erfüllten, hätten Anspruch auf die blaue Plakette gehabt. Problematisch wäre es bei Dieselfahrzeugen geworden, für die strengere Regeln gegolten hätten. Es wurde davon ausgegangen, dass nur Dieselfahrzeuge mit einer sehr geringen Luftbelastung, die die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, die Plakette erhalten hätten. Betroffen gewesen wären also neuere Diesel-Fahrzeuge mit einem Produktionsdatum ab September 2015. Letztlich wurde die blaue Umweltplakette jedoch nie eingeführt.
Blaue Umweltzonen
Obwohl ein bundesweites System der “blauen Plakette” nie eingeführt wurde, wurden lokale “blaue” Umweltzonen nur in München, Stuttgart und Darmstadt eingerichtet. In Berlin und Hamburg wurden ähnliche lokale Maßnahmen später wieder abgeschafft.
Vorgesehen war dies für Städte und Gemeinden, die die Grenzwerte für Stickoxide regelmäßig überschreiten. Diese Umweltzonen gelten entweder dauerhaft oder vorübergehend, etwa bei besonders hohen Schadstoffkonzentrationen oder in bestimmten Zeiträumen.
Solch strenge Vorgaben hätten den Verkehr für viele deutsche Bürger mit Dieselfahrzeugen erschwert; zu einer bundesweiten Ausweitung kam es deshalb nie.